14. – 16. August 2026
Passione Moto Guzzi
GUZZISTI MONTFORT SOMMERFEST
Harrys Landgut in Hergensweiler (DE)
Sie kommen direkt vom Nordkap und aus England, aus Hessen und dem Schwarzwald, aus Nord- und Südtirol, Turin, Pavia und Piombino, aus Zürich und dem Dreiländereck am Bodensee. Und die, die nicht kommen, versäumen ein wunderbares Guzzisti Montfort Sommerfest auf Harrys Landgut in Hergensweiler: den fantastischen Zeltplatz, begleitete Tages-Touren durchs Allgäu und den Bregenzerwald, kühles Bier und heiße Grillerei, endlose Benzingespräche und den unbeschreiblichen Sirtaki des 76-jährigen Vikingers Veit aus Bozen.
Der Aufbau im Vorfeld endet in einer spektakulären Sonnenfinsternis am Ufer des Bodensees, bevor am Freitag dann die ersten Adler auf Harrys Landgut landen. Die fetten Pizzaräder im Ristorante zum fliegenden Bauern finden selbst bei den italienischen Gästen höchstes Lob und Anerkennung. Allfällige Gewichtszunahmen werden von Leni lakonisch mit „zusätzlicher Sexualnutzfläche” kommentiert. Ein paar Biere später kehrt spät in der Nacht dann wieder Ruhe ein, auf der Guzzi-Ranch in Hergensweiler.
Der Samstag beginnt einem frühen Frühstück, denn schon kurz nach Neun erheben die ersten Guzzisti ihre Flügel. Es stehen sieben Tour-Guides bereit, die zum Kurventanz durch die Bodensee-Region bitten. Das Furkajoch (177 km), der Riedbergpass (120 km), zum Alpsee (112 km) oder eine kleine Allgäu- & Bregenzerwaldrunde mit Einkehrschwung (86 km) stehen zur Auswahl. Die versteckten Kurvenparadiese bieten trotz der Hitze viel Fahrspaß. Währenddessen kommen drei abgekämpfte innerösterreichische Fahrradfahrer vorbei und fragen schüchtern nach einem freien Zeltplätzchen für die Nacht bei den Guzzisti Montfort.
Frisch geduscht, im legeren Bikerzwirn und „ready to party” finden sich dann über die Guzzisti und drei Radfahrer zur großen Grilliade ein. Guzzisti Montfort Chef Traugott eröffnet offiziell das Fest, DJ Jogi hat seine Lichtorgel und sein Mischpult ausgepackt und Raimund lädt mit seinem eisernen Ziegenbock zum Melk-Contest bei Kaffee und hausgemachtem Kuchen. Dann werden die Sieger mit der weitesten Anreise gekürt. Unter starkem Applaus nehmen die größten Kilometerfresser ihre Präsente entgegen, die Louis aus Hamburg eingeflogen hat.
Die Küchencrew mit Egon und Germann, den Flitterwöchnern Marco und Daniela sowie die Theken-Crew hauen flüssige und feste Köstlichkeiten am Fließband raus: Knackige rote und weiße Grillknüppel, ratzfatz Zack-Zack, zarte Putenbrüste und kulinarische Kartoffelträume bringen die Mägen auf die richtige Betriebstemperatur, bevor dann mit ausreichend kühlem Meckatzer die Stimmungsdrehzahlen in den roten Bereich schießen. Hausherr Harry wieselt zwischen den Gästen hin und her und freut sich über so viel Betrieb auf seinem Acker.
Die Nach ist noch jung, als DJ und Bassist Jogi seine italienischen Ohrwürmer raushaut und die Südtiroler und -innen damit zum Tanzen zwingt und sie eine flotte Sohle aufs steinerne Parkett legen. Nur dem California Nordkappfahrer Veit ist das Ganze noch zu warmgeduscht und er verlangt lautstark nach einem Sirtaki, den er bis zum rasanten Ende auf den Vorplatz steppt. Die Nacht wird lang - wie es sich gehört - und nur noch der harte Kern ist dabei, als Carsten sein „Hotel California” unplugged in die Allgäuer Nacht rockt. Erst nach fortgeschrittener Geisterstunde sollen sich dann auch die letzten in ihre Zelte (so sie das ihre fanden unter den 33) und Liegestätten verkrümelt haben.
Am Tag danach tasten sich tiefe Augenringe nach der Kaffeemaschine, während die ersten Gäste schon ihre Zelte einpacken. Das großzügige Frühstück weckt dann die Lebensgeister und kurze Zeit später übertönt das Lachen der Guzzisti das morgendliche Vogelgezwitscher. Einer nach dem anderen erweckt seinen V2 zum Leben und winkt ein letztes Mal zum Abschied. Die Karawane zieht weiter.
Die Bilanz: bravissiomo!
Dieses Event war ein Fest der Entschleunigung, ohne Leistungsdenken, ohne Showcharakter, ohne Raserei, sondern ein internationales und Generationen übergreifendes herzliches Miteinander. Es gab keinerlei Zwischenfälle, keine Unfälle, alles Friede, Freude, Eierkuchen!
Und die Bilanz? Der Großteil der Besucher hat sich das volle Programm reingezogen. Darüber hinaus war es ein Kommen und Gehen wie auf 3-Tages-Events üblich. Über die Tage verteilt zählten wir plus minus 80 Besucher. Eine Größenordnung, die uns eigentlich schon vorgeschwebte, als wir mit angezogener Handbremse unsere erste und einzige Werbekampagne starteten. Und finanziell? Wir schreiben schwarze Zahlen!
Es ist das Herz der Guzzi-Fahrer, das exakt im selben Takt – dem V-Twin-Pulsschlag – schlägt. Es ist der emotionale Kult um die Adler aus Mandello, der uns zusammenschweißt und auch so ein kleines, aber feines Guzzi-Fest – wie das unsere – ermöglicht. Danke und bravissimo an alle, die mitgefeiert, mitgefiebert und mitangepackt haben.































































































































































