Als hätte es nicht schon gereicht, Ursprungsland des guten Geschmacks, des Dolce Vita und der besten Küche der Welt zu sein, hat Italien zu allem Überfluss auch noch die Firma Moto Guzzi hervorgebracht! Unvergleichlich in Authentizität und Charakter - und somit exakt das Richtige für mich!
Bereits mit Mitte Zwanzig sollte nach einer Husaberg mein zweites Motorrad eine V11 werden; tatsächlich wurde es dann aber zunächst eine Yamaha MT 01, welche neben einer KTM Superduke das inzwischen mehr als halbe Dutzend Guzzis flankiert. Wie unschwer zu erkennen, haben die Guzzis gewonnen.
Ausgangspunkt meiner Leidenschaft für Moto Guzzi war, abgesehen von einem äußerst starken Hang zu allem Italienischen, der seit 1967 charakteristische längs eingebaute V-Motor. Und spätestens seit meinem ersten Besuch in Mandello del Lario war's dann komplett um mich geschehen.
Dass diese Firma nach allen wirtschaftlichen Tiefs der letzten über 100 Jahre noch am Ursprungsort in italienischer Hand und mit italienischer Produktion existiert, grenzt an ein Wunder. Und so lange es dieses Wunder in dieser Konstellation noch gibt, bin ich mit Haut und Haar dabei.
Mit dieser Begeisterung bin ich allerdings in meinem angestammten Umfeld sehr allein, weshalb ich mich nach Jahren auf die Internetsuche nach Gleichgesinnten machte. Ein Glück für mich als Allgäuer, dass die Guzzisti Montfort nicht weit von mir ihr Adlernest haben.
Die V10 Centauro war ein gewagter Muscle-Bike-Ableger der Daytona RS und ist mit unter 2.000 produzierten Einheiten eine der eher selteneren Moto Guzzis. Der Motor möchte Marken-untypisch gedreht werden und ist eine absolute Sensation, wenn er ab 5.000 Umdrehungen förmlich explodiert, vom einzigartigen Sound ganz zu schweigen. Er kam kaum übers Experimental-Stadium hinaus, was ihn mechanisch heikel, aber umso begehrenswerter macht. Damit da auf Dauer nichts schief geht, wurde von mir eine zweite Centauro als Teilereserve eingemottet.












