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La mia rossana

Moto Guzzi V9 Roamer

von Christian Spiegl

Als Sechsjähriger habe ich beim Moto-Cross am Montikel Armin Mähr kennengelernt und als Tostner jede Minute Freizeit in seiner Werkstatt in verbracht. Damals waren Marken wie Triumph, BSA, Norton, Honda im Trend. Und eine  Moto Guzzi Le Mans 750 in Rot. Meine ersten Meter fuhr ich damals mit einem 50ccm Puch DS. Natürlich Vergaser-Optimiert. Mit 16 Jahren folgte dann eine Hercules Ultra 50. Und heute ist es die Moto Guzzi V9 Roamer.
 
Nach der Ausbildung, Familiengründung und schaffa schaffa Hüslebaua habe ich mit einer Yamaha N6 die zweite motorische Laufbahn gestartet. (Dieses Bike habe ich von Mario Benzer bekommen. Vielen noch ein Begriff). Beim Besuch von Motorrad Mähr bin ich dann auf die Triumph Thunderbird 900 gestoßen, die ich sofort mit nach Schnifis nahm. 

 

Leider konnte die Thunderbird (BJ 1994) auf den Touren mit meinen Schnifner Motorradkollegen nicht mehr mithalten und schweren Herzens wurde die Thunderbird durch die Triumph Tiger 955i und später durch die 1050 ersetzt. Tolle Touren wie die Vogesen, Grand Alps, alle Südtiroler Pässe, Touren rund um Österreich, Deutschland, Bayrischer Wald, Kroatien, Sardinien wurden unternommen. Höhepunkte waren die Tour durch den Süden der USA und 4 Jahre später nochmals eine Tour durch die Rocky Mountains. In den USA standesgemäß auf einer E-Gilde. Big Twin lässt grüßen.
 
Leider haben die beiden Knies meinem Beruf Tribut gezollt und wurden in den letzten 4 Jahren durch Titan ersetzt. Während dieser Zeit habe ich mein Motorrad in andere Hände gegeben, da ein sicheres Motorradfahren nicht mehr möglich war und ich es nicht wollte, jeden Tag in der Garage das Bike zu sehen, zu warten, zu putzen, zu streicheln aber es nicht fahren zu können. 
 
Nun, wieder beweglich, hat sich die Reise- bzw. Lust auf Motorrad immer mehr bemerkbar gemacht, bis meine Gattin die Aussage tätigte: denn kof Dir halt wieder oane. Tuat Dir guat mit den Kollegen gemeinsam zu fahren. Also bin ich auf die Suche gegangen. Dann fand ich sie. Die Moto Guzzi Roamer V 9.
 
Ab zur Probefahrt ins Tirol. La mia rossana. Liebe auf den ersten Blick Tolle Linien, perfektes Design, ein V-Motor, schwarz und wuchtig, Chrom glänzend am Auspuff und an den Radleisten. Nach den ersten Metern war mir klar.

 
That´s it. Motorradfahren anderst. Genussfahren ab jetzt. Ich freue mich auf hoffentlich viele tolle, erlebnisreiche Ausfahrten und hoffe, dass wir beide  immer heil und gesund, heimkommen. Nichts anderes ist das Ziel. 
 
Über Guzzi Foren bin ich auf die Guzzisti Montfort gestoßen. Freue mich gleichgesinnte dieser tradionellen Motorradmarke zu treffen die verstehen und wissen, warum man Motorrad fährt und wie schön es ist, gemeinsam dieses tolle Hobby auszuüben und dabei auch das „Dolce Vita“ nicht zu vergessen. 

Technische Daten

Moto Guzzi V9 Roamer


Baujahr: 2018
Hubraum: 853 ccm
Leistung: 55 PS bei 6.250 U/min
Drehmoment: 62 NM bei 3.000 U/min
V-max: 170 km/h
Verbrauch: ca 4,9 l/100 km
Gewicht: 210 kg (fahrbereit)

 

Zubehör/Extras: Windschild klein, Sturzbügel vorne, Top Case, Guzzi Schriftzug auf Tank, noch am werden: seitliche Satteltaschen und kleine Sissy bar

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