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Männertrip über Südtirols Alpenpässe

 

Kurven- statt Cannabisrausch

von Harry Fink

Pause im Hotel Pausa

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Mittwoch Morgen, eine voll bepackte California, eine Ducati Monster – das Leichtfuß in unserer Gruppe – und eine Stelvio treffen sich in Feldkirch zur Anfahrt in das trockene Südtirol. Ich starte mit dem perfekten Kilometerstand 66.666, und nach einer für mich doch ungewohnten Anfahrt über die Autobahn erreichen wir das Kühtai wo laut Prospekt viele Kurven auf uns warten. Die Realität belehrt uns jedoch eines anderen, denn im ersten Teil fährt ein PKW-Gespann mit Anhänger in waghalsigem Kurventempo zig km vor uns her. Ein Überholen mit meiner Cali wäre nur mit Selbstmordgedanken möglich. Als der offensichtlich einheimische Local Hero endlich abbiegt, kommt der Regen, in dem wir uns Richtung Brennerstrasse kämpfen, wo endlich die Sonne lacht. Übers Penserjoch geht's ins Sarntal bei bestem Wetter und mit der Temperatur steigt auch die Laune von Pascal, Elmar und Harry proportional. Behäbig erklimmt die Cali Kurve um Kurve zum Pass, die kraftvolle Stelvio und die wendige Monster außer Sichtweite. Unser Hotel beziehen wir in der Nähe von Auers. Der Name ist Programm: Hotel Pausa. Die Motorräder bekommen eine Garage und für uns geht es nach dem Duschen achselfrisch und schrittrein zum Abendessen.

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Das 270 km Pässe-Rodeo

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Donnerstag ist Dolomitentag in Form eines 270 km Pässe-Rodeos. Wir starten mit dem Lavaze und reiten weiter über den Karenpass, Fedaia, Passo Giau, Valparole, Grödnerjoch, Panidersattel, Rosengarten, Nigerpass, Petersberg und beenden das Spektakel mit dem Passo San Lugano. Resümee: Während sich Deutschland im Juni im Cannabisrausch verliert, geben wir uns dem italienischen Kurvenrausch hin. Dazu haben wir das Glück des Tüchtigen mit Wetter und Strecke, so kommen wir mit einem breiten Grinsen wieder im Pausa an, wo uns Orginal Südtiroler Hausmannskost erwartet. „Jassa” heisst das Abendprogramm, bei dem ich jedoch zum Schluss komme, dass ich beim Mopedfahren besseren Karten habe.

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Abschließende Molvenorunde

Am Freitag ist die Molvenorunde im Plan. Über 30° C sind voraus gesagt. 194 km sollen es werden, eigenwillige Navis sorgen jedoch für einige Mehrkilometer. Tourguide Harry sammelt jedoch alle versprengten Schäfchen wieder ein.

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Besuch bei Herrn Ortler

Am Samstag ist Heimfahrt angesagt. Das Wetter soll noch trocken sein und so planen wir 400km über die Schweiz, wo wir von freundlichen Polizisten mit fotografischer Ausbildung in Empfang genommen werden. Davor treffen wir jedoch einen Südtiroler Local Hero, man nennt ihn Herrn Ortler, den ich seit 25 Jahren als absoluter Haudegen auf meinen Motorrädern immer wieder besuche. Und so verlängert er unsere Tour mit einem kurzen Satz: Wetter ist perfekt. Gampenjoch und Ultental es sind ja nur 60 km zusätzliche Strecke, die es allerdings in sich haben: Kurven über Kurven. So geht es nachher über den Tonale, den Gavia und den Flüljapass nach Vorarlberg wo wir zufrieden erschöpft unsere Motos abstellen.

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Vielen Dank an Elmar und Pascal die mit mir einen unvergesslichen Urlaub im Südtirol erlebten. Ein großer Dank geht an unsere Guzzis die ohne Weh und Ach unserer Plagerei und Dränglerei stand hielten.